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Kinder lernen mit allen Sinnen das Sprechen. Der Wortschatz entwickelt sich durch eine Fülle von Erfahrungen, die miteinander verknüpft werden. Um die sprachlichen Fähigkeiten zu erweitern oder auszubauen ist es sinnvoll, ein ganzheitliches Erleben für Körper, Seele und Geist zu ermöglichen (Von Greifen zum Begreifen zum Begriff).

Mit den Augen nehmen die Kinder den Blickkontakt zur Bezugsperson auf und können so das Mundbild sehen und nachahmen. Mit Hilfe des Hörsinns können sie Geräusche unterscheiden und verstehen das Gesprochene. Gibt man einem Kind einen Gegenstand in die Hand, so begreift es die Bedeutung viel leichter als wenn es den Gegenstand nur sieht bzw. hört.
Das Schmecken und Riechen ist genauso wichtig für den Spracherwerb. z.B. muss das Kind einmal etwas Süßes geschmeckt haben, bevor es versteht, was das Wort -Süß- bedeutet. Auch über Bewegung, Schwerkraft und Körperstellung (vestibuläres = Gleichgewichtssystem und propriozeptives System = Tiefensensibilität) fließen Informationen zu: Das Gleichgewichtsorgan ( = Vestibulär) ist wichtig, damit das Kind Präpositionen versteht.

Die Grobmotorik ist zum Erlernen der Verben wie laufen, sitzen etc. notwendig. Darüber hinaus ist sie erforderlich, um zu den Gegenständen zu gelangen, die man greifen bzw. „begreifen“ möchte. Um die Dinge zu erfassen, ist die Feinmotorik notwendig. Bestimmte Zungenbewegungen durchzuführen und zu wissen, wo sich die Zunge gerade befindet, erfordert eine gut ausgebildete Propriozeption.

So wird deutlich, dass Bewegungen das Fundament und Träger der entwicklungsfördernden Arbeit ist. Der Weg der Kinder geht von der Grobmotorik über die Feinmotorik bis hin zur Mundmotorik.
Logopädie und Sprache
Sinneswahrnehmung - RiechenSinneswahrnehmung - HörenSinneswahrnehmung - FühlenSinneswahrnehmung - SchmeckenSinneswahrnehmung - SehenLogopädie und Sprache