Impressum
Telefonnummer Terminabsprache: 02104 - 83 26 43
Kursprogramm
Seit 2009 haben wir die Kooperation mit der Johanniter Kindertagesstätte/ Familienzentrum vertieft und bieten auch 2011 folgende Kurse für die Johanniter Kindergartenkinder an:

Förderung der Mundmotorik für Vorschulkinder
Förderung der phonologischen Bewusstheit für
Vorschulkinder
Spielgruppe für 1 1/2 bis 2 1/2 jährige in Anlehnung an die SI

Termine Kurs „Sprachförderung für sprachlich auffällige Kinder“ in der Johanniter Kindertagesstätte:

Freitags, 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Beginn: 21. Januar 2011, fortlaufend bis zum 22. Juli 2011


Alle weiteren Termine in Kürze hier. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche und intensive Zusammenarbeit!

Inhalte des Kurses zur Sprachförderung:
Folgende Bereiche werden nach einem bewegungsorientierten Ansatz gefördert:
auditiven Wahrnehmung (Hörleistung)
visuellen Wahrnehmung (Sehleistung)
Sprachverständnis
Wortschatz
Phonologische Bewusstheit
Regelverhalten
Kommunikationsverhalten
Struktur und Spielstruktur
Grob- und Feinmotorik
taktile und taktil-kinästhetische Wahrnehmungsleistungen
Was bedeutet phonologische Bewusstheit?
Die phonologische Bewusstheit ist eine notwendige Bedingung für den Erwerb der Schriftsprache. Daher gibt es folgende Bereiche der phonologischen Bewusstheit:

Silbensegmentation: mündlich vorgegebene Wörter in Silben
segmentieren - oft begleitet mit klatschen
Silbenzählen
Silbensynthese: getrennt vorgegebene Silben müssen zu einem
Wort verbunden werden
Silbenmanipulation: benannte Silben von Wörtern müssen
ausgelassen oder umgestellt werden unter Nennung des neu
entstandenen Wortes: z.B. /to/ in Tomate-->Mate
Reimfindung
Laut zu Wort Zuordnung
Wort zu Wort Vergleich
Lautsynthese: einzeln vorgegebene Laute müssen zu Worten
verbunden werden
u.v.m.

Viele Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerung haben schon im Vorschulalter Schwierigkeiten in der phonologischen Bewusstheit. Dadurch erhöht sich das Risiko der Lese- Recht-Schreibschwäche.

Warum ist die Förderung der Mundmotorik wichtig?
Die Mundmotorik ist die Voraussetzung für eine intakte Kau- und Gesichtsmuskulatur. Sind bei einem Menschen die Muskeln des Mundes oder des Gesichtes zu schwach (hypoton) entwickelt, dann kann dies zu Aussprachefehlern und/oder zu Zungenfehlstellungen führen. Nahrungsmittel werden dann nicht mehr richtig geschluckt. Da ein Mensch im Wachzustand 2xpro Minute, also 2000x in 24 Stunden schluckt und dabei eine Kraft zwischen 1 – 3kg ausgeübt wird, die irgendwo im Mundraum wirkt, ist es nachzuvollziehen, das dieser Druck zu einer Zahnfehlstellung führen kann. Diese muss dann von einem Kieferorthopäden korrigiert werden.

Auf Grund einer hypotonen Gesichtsmuskulatur kommt es oft zu einem fehlendem Mundschluss, der zur Folge hat, dass die Nase zur Atmung nicht mehr benutzt wird. Die Kinder atmen durch den Mund, die Luft wird von der Nase nicht mehr gereinigt und befeuchtet und es kommt zu Infekten, die sich auch auf das Hörorgan in Form von Mittelohrentzündungen auswirken können. Eine mangelnde Hörleistung vor allem in den ersten Jahren kann zu einer Sprachentwicklungsverzögerung führen, da das Kind das Gesprochene von seiner Umwelt nicht richtig versteht.

Zusammenhang Sprache/SI-Therapie:
Kinder lernen mit allen Sinnen und mit dem ganzen Körper. Der Wortschatz entwickelt sich durch eine Fülle von Erfahrungen, die miteinander verknüpft werden. Um die sprachliche Fähigkeiten zu erweitern oder auszubauen, ist es sinnvoll, ein ganzheitliches Erleben für Körper, Seele und Geist zu ermöglichen .(Von Greifen zum Begreifen bis hin zum Begriff). Bewegung ist für die individuelle und ganzheitliche Entwicklung des Kindes unbedingt erforderlich. Erst durch sie ist eine harmonische Persönlichkeitsentfaltung möglich, denn das Kind setzt sich mit sich selbst, seiner personalen, räumlichen und materiellen Umwelt auseinander. Dadurch sammelt das Kind eine Fülle von Erfahrungen und entwickelt Sicherheit, Selbständigkeit und Selbstvertrauen. Fehlt vor allem in den ersten Lebensjahren die Bewegung, so ist ein Aufbau der sensorischen Intelligenz (zu den Sinnen gehörend ) nicht möglich. Gedanken und Empfindungen und die damit verbundene gestische und mimische Verständigung können nicht zum Ausdruck gebracht werden. Das Kind kann sich auch nicht über die Sprache – sowohl über Laut, Wort oder Schrift- verständigen. Spiel und Sport sind nicht möglich.

Durch die Bewegung können wir uns verständigen und sie ist ein grundlegendes Mittel für den Einzelnen, um sich in die Gemeinschaft einzuordnen. Mit ihr ist es uns möglich, Gefühle zu erleben und Erkenntnisse zu gewinnen.
Logopädie und Sprache
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